-   Aufgespießt

Schillusconi

 
di Alex
Deutsch von Alex
Se qui ad Amburgo a partire dal maggio scorso molti italiani – e noi di Contrasto tra i primi – hanno cominciato a circolare a testa bassa, affranti dalla vergogna per il dominio dei mass media nel nostro paese e per la vittoria di un venditore di fumo in doppiopetto, adesso ci sentiamo almeno in buona compagnia. Anche qui i media hanno fatto campagna elettorale, anche qui si è votata l’apparenza e invece dei contenuti ci si è fermati agli slogan. Uno soprattutto: sicurezza. Berlusconi, col suo sorriso di plastica, prometteva “città più sicure” e Schill, ancora più sintetico, proclamava: “Mit Sicherheit”.

Ma sicurezza da chi? Dai senza-fissa-dimora, dai tossicodipendenti, dalle prostitute? Sono queste le minacce al nostro viver sereno? Che minaccia è un uomo con la barba incolta, un odore piuttosto intenso e una birra in mano? L’orco cattivo delle favole, quello che mi mangia se la sera cammino da sola per strada! Quello che non ha più nemmeno la forza di reagire se le “forze dell’ordine”, vestite da guerriglieri del Vietnam, lo cacciano dai luoghi frequentati dai cittadini perbene.

È desolante arrivare di notte alla stazione centrale e non vedere nessuno. È tutto pulito, silenzioso, asettico. I brutti, per non subire angherie, si sono nascosti.

Così la pensavano quantomeno una sera due “barboni” che, seduti sui cubi di cemento ai bordi della piazzetta nella Lange Reihe, tracannavano l’ennesima birretta lontano da sguardi indiscreti. Almeno lì i signori in blu, le guardie della Bundesbahn, gomiti aperti e mani sui fianchi, non li avrebbero disturbati. Ma di lì a poco si avvicinano due poliziotti, in tenuta antisommossa stile Rambo. Uno mette il piede sul cubo, si appoggia alla gamba flessa e chiede ironicamente: «E allora, che si fa qui?», lanciando uno sguardo di sfida e aspettando un’improbabile risposta. L’altro, con le mani sui fianchi – sembra Mimì Tirabusciò – e le gambe divaricate, storce la bocca in segno di disprezzo. Io passo oltre, mi fermo a pochi metri e mi giro. Vorrei tornare indietro e segnarmi i loro nomi: è abuso di autorità, non c’è nessun divieto di sostare e di bere per strada in Germania. Ma anch’io sono straniera, in questo paese che ha paura delle vittime e se la prende con chi è già sconfitto. E anch’io vigliacca, proseguo verso casa con lacrime di rabbia.

Intanto, in tutto il mondo, i vari Schillusconi continuano a vendere illusioni di sicurezza per mantenersi al potere. Basta trovare i capri espiatori adatti. Non è anche questo un déjà vu?

Ab Mai 2001 liefen viele Italiener in Hamburg geknickt herum – darunter wir von Contrasto als Erste –, bedrückt vor Scham, denn in Italien herrschen die Massen-Medien und ein Hochstapler im hanseatischen Blau hat die Wahl gewonnen; eines jedoch ist jetzt anders: Wir fühlen uns in guter Gesellschaft. Hier haben die Medien ebenfalls Wahlkampf gemacht und auch hier stimmten viele nur für den schönen Schein; eher Schlagworte als Inhalte wurden berücksichtigt.

Eine Parole galt vor allem: Sicherheit. Einerseits versprach Berlusconi mit seinem Lächeln aus Plastik „sicherere Städte“, andererseits faßte sich Schill noch kürzer: „Mit Sicherheit“.

Sicher also, aber vor wem? Vielleicht vor den Obdachlosen, den Drogensüchtigen, den Prostituierten? Sind etwa diese Menschen eine Bedrohung für unser Wohlbefinden? Was für eine Bedrohung stellt denn ein Mensch dar, der einen langwüchsigen Bart trägt, etwas strenger riecht und ein Bier in der Hand hält? Da ist er, der böse Märchenriese, der mich frißt, wenn ich abends alleine spazieren gehe! Derjenige, der nicht die geringste Widerstandskraft aufweisen kann, wenn ihn sogenannte „Ordnungskräfte“ mit einem Outfit aus dem Vietnamkrieg von den von ehrenhaften Bürgern frequentierten Plätzen jagen. Es ist erschreckend, nachts am Hauptbahnhof entlangzugehen und keine Menschenseele zu treffen. Alles ist sauber, still, keimfrei. Die Häßlichen haben sich versteckt, um nicht tyrannisiert zu werden.

Ähnlich dachten zumindest jene zwei „Penner“, die auf dem Betonwürfel am Rande des kleinen Platzes nahe der Langen Reihe saßen und fern von aufdringlichen Blicken ihr Bierchen soffen. Wenigstens dort würden die „Blauen Männer“, die Wache der Bundesbahn mit aufgespreizten Ellenbogen und auf die Hüfte gelegten Händen, sie nicht belästigen. Kurz darauf nähern sich jedoch zwei als Rambos maskierte Polizisten. Der eine setzt seinen Fuß auf den Betonwürfel, stützt sich auf sein gebeugtes Bein und fragt ironisch: «Na? Was machen wir denn hier?» Dabei schielt er die beiden herausfordernd an, in Erwartung einer eher unwahrscheinlichen Antwort. Sein Kumpel stützt beide Hände auf die Hüften und spreizt die Beine – er sieht aus wie Mimì Tirabusciò – während er seinen Mund zu einem Ausdruck der Mißachtung formt.

Ich gehe an ihnen vorbei, bleibe jedoch nach ein paar Metern stehen und drehe mich um. Ich möchte zurückgehen und ihre Namen notieren: Es handelt sich hier um Mißbrauch der Amtsgewalt, denn es ist in Deutschland nicht verboten, auf der Straße zu verweilen oder zu trinken. Jedoch bin auch ich fremd in diesem Land, das sich vor den Opfern fürchtet und sich mit denen anlegt, die bereits gesiegt haben. Feige bin auch ich: Ich gehe einfach weiter Richtung Zuhause, mit Tränen voller Wut.

Währenddessen verkaufen all die verschiedenen Schillusconi weiterhin auf der ganzen Welt Vertäuschungen von Sicherheit, um sich an der Macht zu halten. Dabei genügt es doch, passende Sündenböcke zu finden. Haben wir das Ganze nicht schon einmal gesehen?