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Habemus Kanzler

 
di Claudio Paroli
Deutsch von Gabi Pommerenke
Habemus Kanzler, rimane in carica il precedente. Le elezioni politiche tedesche del 22 settembre hanno portato a risultati per molti versi inaspettati e non possiamo che complimentarci con la città di Amburgo, che a nostro parere ha votato in modo straordinariamente positivo. Dopo la conferma socialdemocratica in Svezia un esito elettorale essenziale per tutta l’Europa: l’inizio di un nuovo trend che coinvolgerà forse anche l’Italia?

Che a un Bavarese sarebbe stato impedito di diventare cancelliere grazie alla mobilitazione dell’elettorato era previsto da molti, come pure che essenzialmente il nord e l’est della Germania ne sarebbero stati protagonisti. Inaspettati sono stati invece l’aumento molto contenuto dei liberali e l’exploit dei verdi che, contro le aspettative, restano il terzo partito tedesco. Atteso era infatti che sarebbe stata la FDP a ottenere la possibilità di decidere “liberamente” con quale partito di maggioranza relativa formare il nuovo governo.

Il popolo tedesco ha dunque coraggiosamente confermato per altri quattro anni un governo di centrosinistra, cosa ormai assai rara in Europa, dimostrando una maturità politica che non abbiamo riscontrato a sud delle Alpi. Maturità di giudizio della gente, perché questo governo ha iniziato una serie di riforme progressiste che richiedono tempo. E il candidato di centrodestra aveva invece annunciato di tornare a ricette rivelatesi fallimentari e di voler annullare gran parte del lavoro compiuto negli ultimi quattro anni: per noi in primo luogo la legge sull’immigrazione e quella per la doppia cittadinanza.

Ma il fattore chiave di questo esito elettorale è stato senza dubbio il ministro degli esteri Joschka Fischer, diventato il politico più apprezzato in Germania dopo che quattro anni fa gran parte del paese si era messo le mani nei capelli solo a sentire il suo nome. Anche noi avevamo allora ipotizzato un gran calo dei verdi in queste elezioni, per i difficili compromessi cui sarebbero, e in effetti sono stati costretti. Ma i verdi hanno anche ottenuto notevoli risultati, sapendo profilarsi, vincere le beghe interne e presentarsi monoliticamente in una campagna elettorale di grande intelligenza e immediatezza. Nei confronti della SPD, che ha subito un calo, assumono ora maggiore peso e considerazione, fattori che sapranno far valere nelle trattative di coalizione.

Come quasi tutti i paesi europei la Germania naviga in grandi problemi, primo fra tutti l’elevata disoccupazione. Le ricette impostate dal vecchio e nuovo governo sembrano peraltro promettenti e ci auguriamo che nei prossimi quattro anni diano frutti maggiori che in quelli appena passati, soprattutto se la congiuntura internazionale darà una mano.

Stavolta un Affondo non troppo graffiante? Perdonateci, in politica capitano anche eventi positivi.

Habemus Kanzler, der bisherige Amtsinhaber wird seine Arbeit fortsetzen können. Die Bundestagswahlen vom 22. September haben uns in verschiedener Hinsicht überraschende Ergebnisse beschert und uns bleibt nur, der Stadt Hamburg zu einer unserer Meinung nach sehr positiven Wahlentscheidung zu gratulieren. Nach der ebenfalls nur kurz zurückliegenden Bestätigung der schwedischen Sozialdemokratie könnte es sich hierbei um einen für ganz Europa bedeutsamen Wahlausgang handeln: Erleben wir eine Trendwende, die auch Italien einbeziehen wird?

Viele Beobachter haben vorhergesehen, dass der bayerische Kandidat Schwierigkeiten haben könnte, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden, und dass diese Kandidatur die Wählerschaft insbesondere im Norden und im Osten der Republik mobilisieren würde. Unerwartet erscheinen uns dagegen der nur mäßige Stimmenzuwachs der Liberalen und die „Höchstleistung“ der Grünen, die entgegen allen Prognosen drittstärkste Fraktion im Bundestag bleiben. Vielmehr war erwartet worden, dass die FDP die Gelegenheit erhielte, „frei“ darüber zu entscheiden, mit welcher der großen Parteien die Regierung zu bilden sei.

Die deutsche Bevölkerung bestätigte auf mutige Weise für weitere vier Jahre eine in Europa mittlerweile zur Ausnahme gewordene Mittelinksregierung, wobei sie eine politische Reife demonstrierte, die südlich der Alpen noch nicht anzutreffen ist. Wir sprechen von Urteilsreife, denn die bisherige Regierung hat eine Reihe von zukunftsgerichteten Reformen begonnen, die zur vollständigen Entwicklung Zeit brauchen. Während der Kandidat der Mitterechtsformation angekündigt hatte, auf Rezepte zurückzugreifen, die sich in der Vergangenheit bereits als kontraproduktiv erwiesen haben und die zudem einen Großteil der Errungenschaften der letzten vier Jahre rückgängig machen würden: Uns betreffen davon vor allem das Einwanderungsgesetz und das Gesetz über die Doppelte Staatsbürgerschaft.

Maßgeblichen Einfluss auf diesen Wahlausgang nahm zweifellos Außenminister Joschka Fischer, der zum beliebtesten deutschen Politiker avancierte, obwohl sein Name noch vor vier Jahren bei einer Mehrheit der Bevölkerung einhellige Ablehnung hervorrief. Aufgrund ihrer Kompromissbereitschaft in Anbetracht verschiedener Sachzwänge, die den Grünen immer wieder zum Vorwurf gemacht wurde, hatten auch wir einen starken Rückgang ihres Stimmenanteils einkalkuliert. Den Grünen gelang es jedoch, sich zu profilieren, parteiinterne Kontroversen einzudämmen und sich in einer intelligenten und unmittelbaren Wahlkampagne einheitlich zu präsentieren. Diesen Tatsachen verdanken sie ihr beachtenswertes Wahlergebnis. Gegenüber der SPD, die einen Stimmenrückgang hinzunehmen hat, erhalten die Grünen jetzt mehr Gewicht und Bedeutung; Faktoren, die in den Koalitionsverhandlungen zum Tragen kommen werden.

Wie nahezu alle anderen europäischen Staaten kämpft Deutschland mit großen Problemen, vor allem mit einer hohen Arbeitslosenquote. Die Gegenmaßnahmen der alten wie neuen Regierung erscheinen vielversprechend, und wir hoffen und wünschen uns, dass sie in den folgenden vier Jahren besser greifen werden als in der vergangenen Legislaturperiode, vor allem mit der Unterstützung durch eine entsprechende weltwirtschaftliche Entwicklung.

Diejenigen, denen dieser Affondo nicht bissig und scharf genug erscheint, mögen Nachsicht üben: Auch in der Politik erleben wir zuweilen positive Überraschungen.