Il ritorno di Silvia

Am 25. August fand endlich die Auslieferung der in den USA inhaftierten Silvia Baraldini nach Italien statt.

Ein Erfolg, oder eher eine Niederlage?

 
di Mauro Venier
Übersetzt von Mauro Venier und Christian Vitt
Finalmente, dopo anni di tribolazioni e innumerevoli tentativi, gli Stati Uniti hanno acconsentito a firmare l’accordo per il rientro in Italia di Silvia Baraldini, da anni incarcerata oltreoceano per reati terroristici.

Ma chi è veramente Silvia Baraldini? Cosa c’è dietro il suo ritorno in Italia? Non sono domande banali, in quanto la vicenda non è certo chiara e la politica prevale sulla giustizia.

La storia di Silvia comincia nel 1982, quando viene arrestata con l’accusa di aver partecipato a una rapina in cui ci sono scappati due morti. Da quest’accusa verrà assolta, ma, nel 1983, viene di nuovo arrestata con varie accuse: partecipazione all’evasione di una terrorista, associazione per delinquere allo scopo di rapina, omicidio, sequestro di persona, partecipazione a rapina. Per i primi due di questi reati viene condannata nel 1984 a 40 anni di carcere (più altri 3 per non aver voluto deporre davanti al Grand Jury).

Dopodiché la sua vita scorre tra sei diverse carceri negli USA (una delle quali verrà poi chiusa anche per intervento di Amnesty International, per la disumanità delle condizioni di detenzione). Nel 1988 le viene diagnosticato un tumore maligno a causa del quale viene sottoposta a due interventi chirurgici in condizioni a dir poco discutibili (non le vennero tolte le catene dai polsi neanche sul tavolo operatorio). Nel 1989 la prima richiesta italiana di estradizione (la convenzione di Strasburgo, sottoscritta tanto dall’Italia quanto dagli USA, prevede che un condannato possa scontare la pena nel suo paese d’origine). Infine i due viaggi negli USA di D’Alema di quest’anno (il primo subito dopo il verdetto sul Cermis, un caso?) a seguito dei quali si è ottenuto il rimpatrio. Prima di esaminare la sentenza (in realtà politica, in pieno stile McCarthy, non giudiziaria), cerchiamo di capire come Silvia si ritrovò dentro a questa storia.

Trasferitasi nel 1961 negli USA con la famiglia, la Baraldini partecipò, seguendo le sue idee di sinistra, dapprima ai moti studenteschi e per i diritti civili e nel 1975 divenne quindi membro del gruppo “19 maggio”, in lotta (anche violenta) contro la discriminazione razziale. Da allora ne condivise l’attività politica, senza mai entrare in atti violenti, venendo comunque “schedata” dalle autorità. Venne infine incarcerata in base alla legge RICO, legge istituita in funzione antimafia (e usata in senso estensivo solo per convenienza politica) che prevede che i crimini commessi dall’appartenente a un gruppo possano essere automaticamente addossati a tutti gli altri. I due reati imputati a Silvia rientrano in questa casistica. L’associazione per delinquere a scopo di rapina si riduce nel suo caso all’ideazione di una rapina poi mai avvenuta, in cui venne tirata in causa da un pentito che non è stato in grado di riconoscerla. La partecipazione all’evasione (incruenta) di Assata Shukur è stata data per certa dal tribunale, secondo cui Silvia guidò l’auto della fuga. In realtà la madre sostiene che Silvia era a Roma e non negli USA e in più una componente del gruppo (che attualmente gode di asilo politico a Cuba) dichiarò di essere stata lei, e non Silvia, alla guida.

Allora perché questa condanna e un trattamento penitenziario disumano? Semplice quanto sconvolgente: perché Silvia era una dissidente, era contro il sistema.

Come interpretare ora questo “cedimento” statunitense? Male, molto male. Non è un successo delle autorità italiane come scritto, bensì un ignobile baratto: l’Italia ha chinato la testa sull’atto criminale dei piloti del Cermis e soprattutto sullo scandaloso verdetto che li ha, di fatto, assolti. In cambio gli USA hanno restituito Silvia, di cui in realtà non sapevano più che farsene.

A peggiorare il tutto c’è il testo dell’accordo tra Italia e USA per il rimpatrio: pochi ne conoscono il contenuto, ma il fatto che rappresentanti ufficiali dello stato italiano lo abbiano firmato è di una gravità inaudita, in quanto contiene clausole anticostituzionali. In pratica, con tale firma l’Italia si impegna a mantenere le stesse condizioni carcerarie statunitensi, cioè a non applicare leggi costituzionalmente garantite.

Se l’Italia rispetterà tale firma avremo l’ennesima dimostrazione di essere semplicemente una colonia, e non uno Stato sovrano.

Endlich haben die USA den zahlreichen italienischen Anträgen auf Auslieferung Silvia Baraldinis nach Italien, die seit Jahren wegen terroristischer Aktivitäten in den USA inhaftiert war, zugestimmt.

Wer aber ist eigentlich Silvia Baraldini? Was steckt hinter ihrer Heimkehr? Diese Fragen sind nicht banal, weil die Geschichte überhaupt nicht klar ist und es in diesem Fall eher um Politik als um Recht geht.

Silvias Geschichte beginnt im Jahre 1982, als sie wegen eines Raubüberfalls mit Totschlag angeklagt wurde. Von dieser Anklage wurde sie freigesprochen, aber 1983 wurde sie aufgrund anderer Beschuldigungen wieder verhaftet: Mithilfe am Ausbruch einer Terroristin, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung mit der Absicht zu rauben, Mord, Entführung, Raubüberfall. Die ersten zwei Anklagen kosteten Silvia 40 Jahre Haftstrafe, dazu kamen drei weitere, weil sie vor der „Grand Jury“ nicht aussagen wollte.

Danach verbrachte sie ihr Leben in sechs verschiedenen US-amerikanischen Gefängnissen. Eines davon wurde wegen unmenschlicher Haftbedingungen, gegen die u.a. auch Amnesty International protestiert hatte, geschlossen. Im Jahre 1988 wurde bei ihr ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Wegen dieses Tumors wurde sie zwei Mal unter Bedingungen, die zumindest fragwürdig waren – die Handschellen wurden ihr selbst auf dem Operationstisch nicht abgenommen – operiert. Im Jahr 1989 wurde der erste italienische Auslieferungsantrag eingereicht, da die Straßburger Konvention, die Italien und die USA beide unterschrieben haben, besagt, daß ein Verurteilter die Haftstrafe auch in der Heimat abbüßen kann. Am Ende dieser Geschichte stehen die zwei USA-Reisen von Ministerpräsident D’Alema in diesem Jahr, nach denen die Heimkehr Silvias erfolgte. Die erste Reise fand kurz nach dem Urteil zum Seilbahn-Unglück in Cavalese im letzten Jahr statt. Reiner Zufall? Aber, bevor das Urteil (ein politisches Urteil, dem Stil von McCarthy entsprechend, kein richterliches Urteil) untersucht wird, versuchen wir zu verstehen, wie Silvia in eine solche Lage gekommen ist.

Silvia Baraldini kam 1961 mit ihrer Familie in die USA, engagierte sich in Studentenbewegungen und trat für die Menschenrechte ein. Sie wurde dann 1975 Mitglied der Gruppe „19. Mai“, die gegen die Rassendiskriminierung kämpfte, zum Teil unter Gewaltanwendung. Seitdem nahm sie an deren politischen Aktivitäten teil, ohne aber an Gewalttaten beteiligt zu sein. Trotzdem wurde sie bei den Behörden registriert. Schließlich wurde sie mit Hilfe des RICO-Gesetzes inhaftiert. Das RICO-Gesetz wurde eigentlich für Straftaten der Mafia geschaffen, wird aber extensiv ausgelegt, wenn es politisch günstig erscheint. Das Gesetz besagt, daß, wenn ein Mitglied einer Gruppe eine Straftat begeht, alle Mitglieder verurteilt werden können. Die zwei Straftaten, die Silvia zugeschrieben wurden, fallen unter dieses Prinzip. Die kriminelle Vereinigung mit der Absicht zu rauben beschränkt sich auf die Planung eines Raubüberfalls, der nie geschehen ist. Silvia wurde von einem Aussteiger der Gruppe beschuldigt, der sie aber bei einer Gegenüberstellung nicht erkennen konnte. Die Teilnahme am unblutigen Ausbruch von Assata Shukur galt als sicher für das Gericht; seiner Meinung nach hatte Silvia das Fluchtauto gefahren. Silvias Mutter sagt aber aus, daß Silvia an diesem Tag in Rom und nicht in den USA war. Außerdem bestätigt ein anderes Mitglied der Gruppe, das heute politisches Asyl in Kuba genießt, daß es selbst und nicht Silvia die Fahrerin war.

Doch warum dieses Urteil und diese unmenschliche Strafbehandlung? Die Antwort ist genauso bestürzend wie einfach: Silvia war eine Dissidentin, sie war gegen das System.

Und nun? Wie kann man dieses US-amerikanische „Nachgeben“ interpretieren? Sehr negativ. Es ist kein Erfolg des italienischen Staates, wie viele geschrieben haben, sondern ein beschämender Tausch: Italien hat sich der kriminellen Tat des Seilbahn-Unglücks von Cavalese und vor allem dem skandalösen Urteil, das die Piloten „de facto“ freigesprochen hat, gefügt. Die USA haben im Tausch Silvia, die inzwischen „nutzlos“ geworden war, zurückgegeben.

Als ob das nicht genug wäre, gibt es die Vereinbarung über die Rückkehr von Gefangenen zwischen Italien und den USA. Wenige kennen den Inhalt dieser Einigung, aber die Tatsache, daß offizielle italienische Staatsvertreter dieses Papier unterschrieben haben, ist unerhört, weil es verfassungswidrige Klauseln enthält. Praktisch verpflichtet sich Italien mit der Unterschrift, die Strafmaßnahmen der USA in Italien beizubehalten, d.h. italienische Gesetze nicht anzuwenden.

Falls Italien dieses Abkommen befolgt, ist dies der x-te Beweis, daß wir nur eine Kolonie sind, nicht ein souveräner Staat.